Anamnese
Vor jeder Therapie stehen Anamnese und Diagnose. Bitte denken Sie bei der Diagnose „Kryptopyrrolurie“ daran, dass diese nicht bedeutet, dass Sie eine „neue“ Krankheit haben. Kryptopyrrolurie heißt lediglich, dass in Ihrem Körper ein chronisches Defizit an Vitamin B6 und Zink sowie eventuell an anderen Nährstoffen vorliegt, dass also Ihre Mikronährstoffe im Ungleichgewicht sind. Es ist aber sehr wohl möglich, dass diese chronischen Defizite, die nicht durch eine normale Mischernährung ausgeglichen werden können, über kurz oder lang zu organischen oder psychischen Schäden führen können.
Die mir bekannten Ärzte diagnostizieren eine Kryptopyrrolurie in erster Linie durch die Befragung des Patienten (Anamnese). Der Arzt hört sich dabei zunächst die gegenwärtigen Beschwerden an. Bei Verdacht auf Kryptopyrrolurie wird er anschließend detektivisch genau, mit sehr gezielten Fragen, den Zustand des Patienten erfragen – angefangen bei der Geburt, über Krankheiten, Unfälle und vieles mehr bis zum aktuellen Befinden. Manche Fragen haben dabei vermeintlich nichts mit Medizinischem zu tun, wie zum Beispiel: Wie sieht es auf Ihrem Schreibtisch aus? Oder: Träumen Sie? Oder noch unverständlicher: Was träumen Sie?
Diagnose
Glaubt der Arzt daraufhin, einen „Pyrroliker“ vor sich zu haben, kann er zur Bestätigung seiner Diagnose die Laborwerte des Patienten feststellen lassen – zum einen die Urin-Analyse, zum anderen die intrazelluläre Blutanalyse hinsichtlich der Konzentrationen von Vitamin B6 und Zink. Je nach Befinden des Patienten und Schwere des Falls ist eventuell auch das Bestimmen weiterer Werte erforderlich.
Bei einem Fall von ADS (Aufmerksamkeits-Defizit Syndrom) wird der mit der Kryptopyrrolurie erfahrene Arzt eventuell keine Laboruntersuchungen in Anspruch nehmen. Hier führt die Gabe von Vitamin B6 und Zink in der individuell richtigen Dosierung meist in kürzester Zeit zum Erfolg.
Therapie
Die Konstellation ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-Syndrom mit Hyperaktivität) ist weit schwieriger zu behandeln, da hierbei oft auch ein Histamin-Überschuss vorliegen kann.
Was man bisher weiß: ADHS-Kinder haben schon im frühen Kindesalter ein kleineres Hirnvolumen und eine Hirnreifestörung, eine Rückbildung im Kleinhirnwurm. Das Therapieren mit Mikronährstoffen reicht deshalb nicht aus. Im Blut der Pyrroliker mit ADHS wird laut Dr. B. Kuklinski meist hohes Zitrulin sowie hohes Hirnschrankenprotein (S 100) nachgewiesen. In diesen Fällen liegen Störungen zu Grunde, die mit hoher Wahrscheinlichkeit mit einer Mitochondropathie zusammenhängen.
Einige Ärzte sehen einen auffällig hohen Zusammenhang von Kryptopyrrolurie und ADHS bei Kindern und Jugendlichen. Bei diesen Patienten hat Stress bereits Krankheitswert. Aus diesem Grund sollte hier nicht nur mit Mikronährstoffen, sondern mit Osteopathie- und Craniosakral-Therapie behandelt werden (Stressabbau, Ruhigstellung des Gehirns, Histaminabbau). Auch verschiedene andere Beruhigungsmaßnahmen führen zu einer Besserung, speziell bei Personen, die in einen Unfall verwickelt waren, die Verletzungen am Kopf oder/und eine Beeinträchtigung der Halswirbelsäule erlitten. In diesen Fällen kann die so oft verteufelte Halskrause Wunder wirken - ebenso eine neue Schlafqualität durch eine körpergerechte Matratze und ein Nackenstützkissen (Bitte beachten Sie zum Zusammenhang von HWS-Instabilität und Kryptopyrrolurie die neuen Forschungsarbeiten von Doz. Dr. sc. med. Bodo Kuklinski).
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