Der Schrecken aller Arztpraxen.
Über den Pyrroliker, das unerkannte Wesen – und von der Diagnose eines Mangels
von Hanne Weizenegger
Der Pyrroliker sucht und hinterfragt kritisch jede Arztdiagnose. Bekommt er keine Antwort auf das was er sucht, sucht er weiter. Ein Leben lang. Aber was ist ein Pyrroliker? Eines ist sicher - er ist der Schrecken aller Arztpraxen!
Im Wartezimmer des Institutes für umweltmedizinische Krankheiten in Rostock überprüfe ich mein Aufnahmegerät und gehe meine Fragen durch. Ich bereite mich auf mein Gespräch mit dem Umweltmediziner Dr. Bodo Kuklinski vor, den ich zum Thema Zellschutz mit Anti-Oxidantien befragen möchte. Noch kann ich nicht ahnen, daß etwas dazwischen kommt ...
Aus dem Büro des Arztes tritt eine Frau ins Wartezimmer. Sie scheint unschlüssig, ob sie gehen soll oder nicht. Dann setzt sie sich. Sie schluchzt auf und eine Art Weinkrampf beginnt sie zu schütteln. Nach einiger Zeit wird sie ruhiger. Fast tonlos beginnt Frau C. zu erzählen.
Es begann bereits in früher Kindheit mit einer Leber- und Nierenbeckenentzündung. Chronische Bronchitis, Polyarthritis, verschiedene Hepatiten, Lungenentzündungen, Weichteilrheuma, Allergien verfolgten sie immer wieder. Sie lernte, mit ihrer Bauchspeicheldrüseninsuffizienz umzugehen, ebenso wie mit ihrem „Malabsorbtions-Syndrom“. Sie lebte zwei Jahre lang mit einer hohen Proteindiät und nur 60 g Kohlenhydraten täglich. Dann, mit 37 Jahren, die Diagnose Leukämie. Der Arzt sagte ihr aber beruhigend: „Da müssen Sie sich nichts denken, wir haben Patienten, die betreuen wir mit Ihrer Art von Leukämie sieben, acht Jahre lang. Manchmal noch länger!“ Viren, Bakterien, Pilze, sie zog sie an, sie wurde sie nicht los. Antibiotika-Gaben seit dem Teenageralter. Verdacht auf Sprue (Erkrankung der Dünndarmschleimhaut). Fünf Jahre lang eine glutenfreie Diät. Schlaflosigkeit, Husten und Bauchkrämpfe, dick geschwollene Augen mit Wasserblasen waren ihre ständigen Begleiter. Bis endlich in Stanford, der berühmten Universität in Kalifornien, ein „Morbus Whipple“ diagnostiziert wurde. Sie war damals 43 Jahre alt. „Endlich, jetzt hab ich es geschafft“, dachte die heute 62jährige, wie schon so oft nach einer neuen Diagnose. Die „Erlösungsphase“ dauerte in diesem Fall immerhin zwei Jahre. Der Zusammenbruch kam kurz nach dem Umzug in eine neue, frisch renovierte Wohnung. Nach der Whipple-Diagnose fuhr sie alle zwei Jahre in die Vereinigten Staaten. Ansonsten habe sie es aufgegeben, zu den „Göttern in Weiß“ zu gehen, wie sie die Ärzte nannte. Denn die ihr bekannten Doktoren und auch ihre Freunde wußten inzwischen was sie dringend gebraucht hätte: Einen guten Psychiater. Sie aber ging inzwischen zu „Scharlatanen“, wie ihre Freunde vor 20 Jahren Homöopathen und Ärzte bezeichneten, die sich mit so etwas wie Allergie, Haaranalyse, Umweltgiften und Vitaminen befaßten. Es sei dann auch ein „Außenseiter“ gewesen, der bei ihr eine abnorme Formaldehyd-Allergie fand. Außerdem wurde festgestellt, daß sie höchst allergisch auf Chlor, Milben, Candida und Lindan war. Die genaue Befragung seitens ihres jungen Arztes Dr. Jürgen Juchheim in München habe sie damals an einen längst vergessenen Lebensabschnitt erinnert. Sie hatte, als sie Mitte zwanzig war, in chemischen Reinigungen mit Perchlorethylen gearbeitet, so normal, wie andere Leute eben mit Wasser umgehen. Daraufhin wurde die Giftkonzentration im Schlafraum gemessen. Sie ergaben höchste Giftbelastungen von Formaldehyd und Lindan. Sie habe ihre Wohnung daraufhin nie mehr betreten. Nach einem einmonatigen Krankenhausaufenthalt konnten die offenen Schleimhäute erst in den Bergen, in einer Höhe über 1600 Metern, langsam ausheilen.
Die Worte der Frau werden immer wieder von einem Aufschluchzen begleitet. „Ich kann es noch nicht glauben“, flüstert sie, „und doch weiß ich, daß es wahr ist.“ Frau C. nimmt ihre Hände vom Gesicht. Sie schaut mir zum ersten Mal in die Augen und fährt fort: „Der Arzt sagte mir eben: All den tausend Diagnosen, die ich in meinem Leben hatte, liegt nur eine einzige Ursache zugrunde.“ Sie macht eine Pause – atmet tief durch und erklärt dann, immer noch überrascht: „Ich bin ein Pyrroliker!“ „Was ist ein Pyrroliker?“ frage ich erstaunt und ratlos. „Ich habe es selbst nicht ganz verstanden, ich war so perplex und aufgeregt...“ - Frau C. spricht stockend: „Kryptopyrrolurie nennt man das. Ich habe es von meiner Mutter geerbt. Es hat etwas mit meinen Zellen und viel mit dem Vitamin B6 zu tun. Aber eines weiß ich jetzt ganz sicher – ich bin kein Hypochonder und ich bin auch nicht verrückt...“, fügt sie dann noch mit einem kleinen Lächeln in ihrem verheulten Gesicht entschuldigend hinzu.
Interview mit Herrn Dr. Bodo Kuklinski:
Herr Dr. Kuklinski: „Was ist ein Pyrroliker?“
Der Pyrroliker hat keine Vitamin B6-Reserven. Gesundheit wird in der Zelle gemacht. Im kleinsten chemischen Labor unseres Körpers müssen bestimmte Substanzen vorhanden sein, daß wir Menschen funktionieren können, daß wir auf den drei Ebenen Körper, Seele und Geist gesund sind. Hier ist alles abhängig von der richtigen Zusammensetzung. Der Pyrroliker verliert Vitamin B6 durch den Urin. Was wiederum dazu führt, daß Pyrroliker an einem starken Zinkmangel leiden. Unser Körper ist normalerweise in der Lage, alle Reparaturvorgänge bei dem Eindringen von Schadstoffen, Viren oder Bakterien selbst zu leisten. Nicht so der Pyrroliker. Er leidet von Geburt an lebenslang an einem chronischen Vitamin B6 und Zinkdefizit, das er nicht durch eine normale, gesunde Mischernährung decken kann. Die Folgen können unbemerkt bleiben, so lange diese Personen schadstoffarm leben, arbeiten und einigermaßen naturbelassen sich ernähren können und unter keinen starken psychischen Belastungen stehen.
Woher kommt der Begriff Pyrrolurie?
Pyrrol ist die Bezeichnung für den 5er Kohlenstoffring mit Stickstoff. Er stammt aus der Biochemie. Urie bedeutet, daß dieser Farbstoff im Urin erscheint. Das Wort Krypto, kommt von dem griechischen Krypta und bedeutet versteckt.
Die Pyrrolurie, im angloamerikanischen Malvurie, weil Pyrrol im Urin eine malvenartige Farbe hat, wurde erstmals in der Psychiatrie beschrieben. Es handelt sich aber nicht um eine psychiatrische Krankheit, sondern letztendlich um Nerven- und Hirnsymptome infolge von Vitamin-B6-Mangel, da Vitamin B6 eine außerordentliche Bedeutung für die Bildung und den Abbau von Nervenbotenstoffen hat. Pyrrol ist ein Baustein von rotem Blutfarbstoff und gewisser Bluteiweiße. Wenn Blut altert, erscheint Pyrrol als Bestandteil von Gallensäuren im Stuhl und färbt diesen braun. Bei 12 Prozent unserer Bevölkerung findet sich Pyrrol erhöht im Blut, damit auch im Urin. Wie es hineinkommt, weiß man zur Zeit nicht. Bekannt ist nur, daß bei psychischen Belastungen, körperlichen Anstrengungen über längere Zeit, chronischen Streßsituationen und bei Jugendlichen in der Pubertät Pyrrolwerte ansteigen. Mehrmals Messungen pro Tag ergeben hohe Schwankungen. Die Substanz ist bei allen Personen nachweisbar. Liegen die Werte höher als 10 Mikrogramm pro Deziliter im Urin, sind entsprechende Folgeschäden anzunehmen.
Während ich wartete, nützte ich die Gelegenheit und habe im „Pschyrembel“ nachgesehen. Ich konnte aber weder unter „Kryptopyrrolurie“ noch unter „Pyrroliker“ einen Eintrag finden. Ich habe meinen Arzt angerufen – und auch er wußte nicht, wovon ich rede. Auch im Internet, Fehlanzeige. Auf einer englischsprachigen Internet Seite wurde ich fündig. Die Untertitel aber verwirrten mich. Schizophrenie, manisch depressiv, überaktive Kinder. Alles Symptome, die Frau C. nicht erwähnt hat.
Auffälligkeiten, wie Schizophrenie, sind natürlich manifeste Größen, die jedem Menschen auffallen. Sie haben Krankheitswert, und deshalb waren auch diese Krankheitsgruppen die ersten, bei denen man diese Pyrrolurie nachwies.
Seit wann kennt man diese Krankheit und wer hat sie entdeckt?
Der Amerikaner Ervine hat sie 1959 bei psychiatrischen Patienten entdeckt. 1961 wurden diese Ergebnisse erstmals publiziert. Ervine hat damals nach biochemischen Faktoren gesucht, die eine Erklärung für psychiatrische Krankheitsbilder liefern könnten. Bei der KPU handelte sich aber um keine Krankheit, sondern um einen an und für sich harmlosen Stoffwechselnebenweg, der sich bei 12 % unserer Bevölkerung findet.
Herr Dr. Kuklinski, was für Patienten kommen zu Ihnen?
Es sind Patienten mit Multiorganbeschwerden, chronisch zunehmender Leistungsminderung, Infektanfälligkeit, die jahrelang bei zahlreichen Ärzten in Behandlung waren und deren Krankheitsursachen nicht gefunden wurden. Und solche Patienten, die Diagnosen der bisher behandelnden Ärzte anzweifeln. Speziell Eltern, deren Kinder über Konzentrationsschwierigkeiten, Allergien, Kopfschmerzen, Migräne klagen und die zunehmend immer mehr Nahrungsmittel nicht mehr vertragen.
Gibt es weitere typische Beschwerden, die durch diesen ausgeprägten Vitamin B6- und Zinkmangel verursacht werden?
- Infolge einer verminderten Eiweißsyntheseleistung finden sich häufig Unverträglichkeitsreaktionen gegen eiweißhaltige Nahrungsmittel, insbesondere Milch, Milchprodukte, Fleisch und Fisch. Instinktiv essen Pyrroliker davon weniger, oder es wird gar darauf verzichtet.
- Als Folge der Eiweißverwertungsstörung ist das Immunsystem nicht optimal entwickelt. Antikörper, die ja ebenfalls Eiweiße darstellen, funktionieren nicht optimal, so daß die Neigung zu altersuntypischen Infekten besteht. Kleinkinder haben häufig Mittelohrentzündung und chronische Infekte der oberen Atemwege, Lungenentzündungen, eitrige Hautentzündungen. Erwachsene haben ein höheres Risiko zu Virus- und Pilzinfektionen.
- Das allergieauslösende Hormon Histamin kann bei B6-Mangel nicht optimal abgebaut werden. Die Folgen sind dann Schein-Allergien auf Pollen, auf Möbel oder auf Nahrungsbestandteile. Die Medizin interessiert sich bis heute kaum für die Ursache, warum ein Mensch eine Allergie ausbildet, sondern begnügt sich mit einer chronischen Tablettenbehandlung, Vermeidungsstrategie, die im Alltagsleben kaum einzuhalten ist, oder durch Immunsuppressionsbehandlung mit Kortison.
- Bedeutsam für das Leben eines Pyrrolikers ist: Die Nervenbotenstoffbildung im Gehirn und im peripheren Nervengewebe ist eingeschränkt. Die Neubildung, aber auch der Abbau bestimmter Nervenbotenstoffe läuft Vitamin B6-abhängig ab. Am empfindlichsten reagiert das Überträgerhormon Serotonin, das im Gehirn gebildet wird. Bei Serotonin-Mangel treten Konzentrations- und Denkstörungen auf. Die visuelle und akustische Kognition ist eingeschränkt. Die Personen haben eine lange Leitung gegenüber Gehörtem. Die Gedächtnisleitung ist nicht so schnell wie bei anderen Personen. Dies betrifft speziell abstrakte Begriffe. Im Kindesalter zeigen sich diese Schwierigkeiten in einer Legasthenie.
- Im späteren Leben, besonders ab der Pubertät, treten als Folge des Serotoninmangels Kopfschmerzen und Migräne auf. Da die Pilleneinnahme bei jungen Mädchen und jungen Frauen zusätzlich Vitamin B6 verdrängt, reagieren Pyrroliker besonders drastisch mit Kopfschmerzen, Müdigkeit und Depressionen auf die Einnahme dieses Verhütungsmittels.
- Da Serotonin auch die Darmtätigkeit reguliert, treten häufig Darmbeschwerden in Form von Verdauungsstörungen, Bauchschmerzen, Blähungen und Neigung zu Durchfällen und Verstopfung auf. Untersuchungen bleiben in der Regel ohne krankhaften Befund. Der Arzt spricht von Reizdarm. Bei Serotoninmangel sind häufig auch verstärkt Gelenkbeschwerden die Folge. Diese springen in zirka sechs- bis achtwöchigen Abständen von Gelenk zu Gelenk, führen zum Rheumatologen oder Orthopäden, die natürlich keine Ursachen finden. Bei Serotoninmangel ist der Blutdruck niedrig. Lebenslang wird über kalte Füße geklagt. Schwitzen bei großer Hitze ist ebenfalls eingeschränkt.
- Bei späteren Serotonindefiziten können psychiatrischen Auffälligkeiten auftreten. Zirka 50 Prozent der Pyrroliker landen im Laufe ihres Lebens, früher oder später, in psychiatrischer Behandlung, obwohl das Vitamin B6-Defizit mit psychiatrischen Erkrankungen nichts zu tun hat.
Werden heute von der Psychiatrie Tests auf Kryptopyrrolurie durchgeführt?
Aus meiner Erfahrung kann ich sagen, daß das Fachgebiet Psychiatrie keine KPU-Tests durchführt, obwohl derartige Analysen seit vielen Jahren möglich sind und nicht viel Geld kosten. Wenn die Psychiatrie die Pyrrolurie ernst gemeint hätte, würde die Pyrrolanalyse an erster Stelle stehen. Außerdem würde sie grundsätzlich Vitamin B6- und Zinkgaben einsetzen, bevor mit Psychopharmaka und Neuroleptika behandelt wird.
Herr Dr. Kuklinski, Sie sind selbst Wissenschaftler. Haben Sie auf dem Gebiet der Biochemie geforscht, oder woher rühren Ihre Erfahrungen mit der Kryptopyrrolurie?
Es ist sehr wichtig, lebenslang mit dem biochemischen Grundlagenwissen auf dem Laufenden zu bleiben. Das kostet Zeit und Geld, führt aber dazu, daß man Krankheitsprozesse in ihrem Entstehungsmechanismus besser verstehen lernt. Die Grundbausteine menschlichen Lebens, Vitamine, Spurenelemente, Aminosäuren und Fettsäuren sind letztendlich immer die Katalysatoren für biochemische Prozesse. Liegen hier chronische Disbalancen vor, entwickelt sich eine Krankheitskette, an deren Endstadium eine manifeste Krankheit entsteht. Erst diese kann von den Ärzten als solche, weil sie dafür ausgebildet sind, erkannt werden. Die Pyrrolurie bietet damit die Chance aus der Biochemie heraus, sehr früh zu erkennen, ob Weichen in den nächsten Jahren des Lebens auf Richtung Krankheit gestellt sind und bieten damit kausale Angriffspunkte für eine stabile Gesundheit.
Ihre Forschungstätigkeit betrieben Sie in Leipzig. Wie kommt es, daß im Osten schon vor 20 Jahren an etwas geforscht wurde, was ein westlicher Arzt nicht mal dem Namen nach kennt?
Mit Beginn der 80er Jahre wurde in Ostdeutschland ein Forschungsverbund an verschiedenen Universitäten gegründet, um langfristig den Krankenstand in den Betrieben zu senken. Hier wurde zielstrebig die Forschung und die therapeutische Relevanz über die Probleme der Spurenelementversorgung, der Vitaminversorgung und des Fettsäurenstatus aufgenommen. Auf der Suche nach der Ursache von Erkrankungen bei Personen, die gesund gelebt und sich gesund ernährt haben, stießen wir auf die Kryptopyrrolurie als einen wesentlichen Risikofaktor für sich ausbildende Erkrankungen vor allem in der zweiten Lebenshälfte.
Mit welchen Methoden kann eine Kryptopyrrolurie festgestellt werden?
Die Familien- und Eigenanamnese des Patienten führen wir nach einem bestimmten Frageschema durch. Im Fall von Frau C. war diese typisch für Kryptopyrrolurie. Die Bestätigung dieser Diagnose erhalten wir durch einen Urintest.
Wäre es dann nicht am einfachsten, eine Kryptopyrrolurie gleich nach der Geburt auszuschließen? Wäre das nicht wirtschaftlicher, sowohl für den Staat als auch für die Krankenkassen?
Gestillte Säuglinge haben kein Pyrrol im Urin. Die Muttermilch verhindert wahrscheinlich die Pyrrolfreisetzung. Wir haben das untersucht. Pyrrol steigt erst mit zunehmenden Leistungsansprüchen an. Besonders während des Pubertätsalters. Günstig wären KPU-Analysen im Schul- oder im Vorschulalter. Damit könnte man Risikopersonen erfassen und entsprechend behandeln. Die Kosten sind erträglich. Ich bin überzeugt, daß Eltern diese Kosten im Interesse ihrer Kinder übernehmen würden.
Gibt es in Deutschland andere Ärzte und gute Labors für diese spezielle Urinuntersuchung?
Es gibt zunehmend Ärzte, die Pyrrolurie kennen. Neuerdings fragen immer mehr Ärzte nach den Ursachen einer Krankheit - was wiederum nicht durch Krankenkassen vergütet wird. Bis vor kurzem mußten wir den Nachweis für eine KPU in der Schweiz machen lassen. Seit kurzer Zeit gibt es in Deutschland ein Labor, das die Pyrrolurie in der Analyse eingeführt hat. Allerdings nicht als Kassenleistung, sondern als Privatleistung.
Herr Dr. Kuklinski, ich danke Ihnen für dieses Gespräch.
Dieses Gespräch führte zu den folgenden Fragen:
- Gibt es einen Zusammenhang zwischen Kryptopyrrolurie und Krebs?
- Was können Ärzte und Patienten unternehmen, um eine KPU auszuschließen?
Die Fortsetzung des Interviews finden Sie im nachfolgenden Text „Nicht den Fußspuren alter Lehrmeinungen hinterhertrampeln“.
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