Ärzte- und Laborlisten
Informationen zur Behandlung mit Mikronährstoffen:
Nicht in allen Fällen sind Laboranalysen zwingend notwendig. Bei ADS sowie leichteren Stoffwechselunregelmäßigkeiten genügt in vielen Fällen die Gabe von Vitaminen bzw. von Nahrungsergänzungsmitteln, die der Arzt verschreibt.
Unter Umständen gibt es Schwierigkeiten bei der Beschaffung der entsprechenden Mikronährstoffe. Es kommt vor, dass die Konzentrationen, die der Patient braucht, in deutschen Apotheken nicht zu haben sind. Was ist zu tun?
Auch deutsche Unternehmen produzieren und verkaufen mittlerweile im nahen Ausland das, was bei uns gebraucht, aber nicht mehr zu haben ist. Bei der Bestellung ist aber eine gewisse Vorsicht geboten, denn zwischenzeitlich haben sich – neben den ehrlichen und korrekten Anbietern – auch zwielichtige Firmen außerhalb unserer Grenzen angesiedelt, die den deutschen Hilfesuchenden mit einer Briefflut von vermeintlichen Sonderangeboten an Vitamin- und anderen Gesundheits-Pillen drangsalieren, die aber in erster Linie ihr eigenes Bankkonto im Visier haben.
Im Falle der Kryptopyrrolurie ist außerdem Vorsicht bei den so genannten Multivitamingaben geboten, speziell bei den in jüngster Zeit zur Behandlung der Kryptopyrrolurie entwickelten Kombinationspräparaten. Es muss zuvor genau festgestellt werden, um welche Mangelsymptome es sich handelt. Denn sollte es sich doch nicht um die „leichte“ Form der Kryptopyrrolurie handeln, können Vitamin B6 und Zink ihrerseits Störungen hervorrufen, indem diese Stoffe nicht normal abgebaut und zu schnell vom Gehirn aufgenommen werden (Mitochondropathien).
Erfahrungen mit Laboranalysen (Urin):
Am Anfang meiner Recherchen im Jahr 2001 gab es im deutschsprachigen Raum nur ein einziges Labor, das die Kryptopyrrolwerte analysierte, das Speziallabor Orthomedis in Rapperswil/Schweiz. Wie ich aus eigener Erfahrung weiß, hat die Laborleitung, Frau J. Pecelj, viel Aufklärungsarbeit bei der Kryptopyrrolurie geleistet. Mir selbst wurde wertvolle weiterführende Literatur zur Verfügung gestellt.
Heute gibt es mehrere Stellen, bei denen die entsprechenden Werte analysiert werden können (siehe Liste unten). Der Patient sollte allerdings wissen, dass jedes Laborergebnis (Urin- wie auch Blutuntersuchung), aufgrund verschiedener Einflussfaktoren, falsch sein kann. In offiziellen Berichten wird davon ausgegangen, dass etwa 20% aller Laboranalysen falsch sind.
Selbst wenn die Analysemethode bei Kryptopyrrolurie in allen Labors die gleiche sein sollte, so käme es trotzdem auf die kleinen Tricks an, die ausschließlich auf der Erfahrung bei der Ausführung beruhen, wie ich von einem Analysespezialisten erfahren konnte.
Und es kommt auf das Interesse an, das dem Test entgegengebracht wird. In einem ansonsten hochgeschätzten deutsche Labor, das den Test seit 2001 durchführt, habe ich an der Rezeption zunächst erfahren müssen, dass es einen solchen Test gar nicht gäbe. Erst als ich auf den KPU-Test bestand, war man bereit, diesen auszuführen. Es war aber nicht zu übersehen, dass diesem Test kein Interesse und kaum Beachtung entgegengebracht wurde.
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