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Atlastherapie
Unter dem Begriff Atlastherapie ist eine nur von einem Arzt ausgeführte Manualtherapie zu verstehen, also eine direkte Manipulation am Atlaswirbel.
Der französische Arzt und Unfallforscher Dr. Albert Arlen hat als erster mit Manipulation am Atlas experimentiert und hat diese Methode nicht nur perfektioniert, sondern diese Art der Behandlung in die moderne Medizin eingeführt. Deshalb wird seit etwa 1985 diese Behandlungsform als Atlastherapie nach ARLEN bezeichnet.
Die zwei wichtigsten Gründe, warum eine Manipulation am Atlaswirbel vorgenommen wird sind zunächst einmal die schmerzhaften Folgen eines erlittenen Unfalls mit HWS-Schleudertraumen, bei dem sich der Atlas aus seiner normalen Stellung verschoben hat und dann meist in einer teilfixierten Fehlstellung stehen bleibt. Man bezeichnet dies als posttraumatische Atlasdislokation, also als unfallbedingte Fehlstellung.
Solche Unfallfolgen ergeben fast immer schwere Kopfgelenksstörungen, so dass es bei Bewegungen des Kopfes im Kopfgelenk CO/C1 und C1/C2 zu einer mechanisch ausgelösten Irritation des Myelons , das ist das Rückenmark, kommt.
Diese sogen. funktionelle craniocervicale Myelopathie führt dann sehr schnell zu einer inflammatorischen d.h. entzündlichen Reaktion des Rückenmarks und des Stammhirns.
Bevor ich jedoch auf die dadurch verursachten Folgen näher eingehe, möchte ich noch den zweiten wichtigen Grund nennen, warum eine Atlastherapie häufig erforderlich ist:
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