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Nicht den Fußspuren alter Lehrmeinungen hinterhertrampeln
Über den Pyrroliker, das unerkannte Wesen – und von der Diagnose eines Mangels
von Hanne Weizenegger
Teil 2 des Interviews mit Dr. Bodo Kuklinski (Teil 1: Der Schrecken aller Arztpraxen)
Der Pyrroliker, meist von Ärzten und seiner Umwelt abgestempelt als Hypochonder, hinterfragt jede Diagnose. Er ist nicht wirklich krank und doch trägt er eine winzige Unregelmäßigkeit in sich, die die Ursache für viele Krankheiten sein kann. So wandert der Pyrroliker von Arzt zu Arzt. Ein Leben lang.
Herr Dr. Kuklinski, Ihre Erkenntnisse zu dem Thema Kryptopyrrolurie sind auf großes Interesse gestoßen, so daß ich Sie heute als Erstes fragen möchte: Gibt es einen Zusammenhang zwischen Kryptopyrrolurie und Krebs?
KPU ist ein Wegbereiter zur Krebserkrankung. Das Immunsystem kann nicht normal arbeiten. Die Folgen eines chronischen Vitamin B6- und Zinkmangels zeigen sich in einem eingeschränkten Immunsystem und gesteigerter Hormonbindung, die das Risiko für Krebserkrankungen erhöhen. 50 Prozent der Krebskranken, das heißt überdurchschnittlich viele, sind Pyrroliker.
Was spielt sich im Körper eines Pyrrolikers ab, der unter Vitamin B6- und Zinkmangel leidet?
Ich möchte hier wiederholen: Die Pyrrolurie ist keine Krankheit. Die Bedeutung liegt jedoch darin, daß dieser Pyrrolring, ein Fünfer-Ring mit Stickstoff, Vitamin B6 und Zink bindet. Dieser Kontext wird über die Nieren ausgeschieden, so daß Pyrroliker von Geburt an bis zum Lebensende nie die Vitamin B6-Reserven besitzen, über die gesunde Personen verfügen. An und für sich kann man auch mit Pyrrolurie gesund altern, doch sind die heutigen Lebensumstände, Ernährungsgewohnheiten und die Schadstoffe in unserer Umwelt, Risikofaktoren, die zur Demaskierung der Pyrrolurie führen. Der Körper muß in der Lage sein, zahlreiche Fremd- und Schadstoffe in unserer Nahrung, in der Raum- und Arbeitsluft zu entgiften. Für diese Entgiftungsprozesse sind Vitamin B6 und Zink erforderlich. Die Reserven fehlen jedoch dem Organismus. Wenn er diese zur Entgiftung einsetzen muß, zeigen sich entsprechende Vitamin B6- und Zinkmangelsymptome.
- Auffällig für Pyrrolurie sind chronische Krankheiten mehrerer oder zahlreicher Organe oder Organsysteme, die bisher in ihrer Ursache nicht geklärt werden konnten. Hauptsymptome sind Alkoholunverträglichkeit seit früher Jugend, Weißfleckennägel, nicht selten ein wesentlich überhöhter Cholesterinwert, sowie schon in jungen Jahren auffallend große braune Flecken im Gesicht.
- Bei Vitamin B6-Mangel sind Bindungen von Sexual- und Schilddrüsenhormonen in der Zelle erhöht. Die Hormonspiegel sind normal, aber sie binden zu stark. Häufig treten dann Schilddrüsenerkrankungen in Form von Knotenbildung, Schilddrüsenvergrößerung und Funktionsstörungen ein, die als schicksalhaft gedeutet werden. Die gesteigerte Sexualhormonbindung führt zu Regeltempostörung, zu starken Schmerzen während der Menstruation und zu Zyklusunregelmäßigkeiten, aber auch zu einer Reduktion der Fruchtbarkeit. Den Zinkmangel erkennt man an den weißen Flecken in den Nagelbetten. Schon ein einziger verrät uns, daß in den Zellen zu wenig Zink vorhanden ist. Fehlt Zink, kann Vitamin A nicht seine Wirkung entfalten, da es nicht transportiert werden kann. Die Folgen sind Erkrankungen der Haut, der Haare und der Schleimhäute. Beide zusammen, Zink und Vitamin A, sind notwendig, um die Barrierefunktion zur Außenwelt über die Haut und über die Schleimhautwege zu sichern.
- Bei Vitamin B6-Mangel ist die Zuckerneubildung aus Eiweiß und Stärke verzögert. Die Menschen merken, daß die Nahrungsaufnahme nach drei bis vier Stunden zwanghaft notwenig wird, da sie innerlich anfangen zu zittern, unruhig werden und auch körperlich und geistig ihre Leistung nicht mehr bringen können. Dieser sogenannte Hungerast geht also mit einer wesentlichen Leistungsminderung einher. Fehlt dem Körper und dem Hirn Serotonin, schreit natürlich das Gehirn um Hilfe. Im Gehirncomputer findet es hohe Gehalte in der Schokolade, so daß über das Appetitzentrum der Befehl auf Schokoladenkonsum gegeben wird. Geophagie (krankhafter Trieb) auf Schokolade und Süßigkeiten sind der Ausdruck für diesen erhöhten Bedarf.
- Streßempfindlichkeit zeigt sich bei den erwachsenen Pyrrolikern bei bevorstehenden Reisen, bei chronischen Konfliktsituationen, sowie bei Organisations- und Zeitdruck.
- Die Allergien verstärken sich. Diese Menschen sind eher erschöpft, es kommt zu Haarausfall und Immunschwächen. Es kann so sein, daß Pyrroliker über Jahre Stammkunden bei fünf bis zehn Fachärzten sind, die letztendlich durch ihre routinemäßig abgewickelten Laborbefunde nichts finden. Vielmals wiederholte Laboranalysen ohne Befund sind der Grund, daß sich der Pyrroliker spiralartig dem Psychiater nähert, dem Letzten, dem er begegnen dürfte.
Bei unserem letzten Gespräch machten Sie darauf aufmerksam, daß die Kryptopyrrolurie bei Kindern, im Idealfalle bereits im Schul- beziehungsweise Vorschulalter abgeklärt werden sollte. Auf was speziell können Sie Eltern mit Problemkindern hinweisen?
Wenn heute 10 bis 12% der Kinder über Kopfschmerzen klagen, ebenso viele über Legasthenien und zusätzlich auch zahlreiche Kinder überaktiv sind, also mit einer Fehlmotorik durchs Leben gehen, sind das Folgen einer Pyrrolurie, d.h. eines chronischen Vitamin-B6- und Zinkmangels. Wenn man sieht, wie Kinder sich heutzutage ernähren und was sie trinken, ist die Demaskierung der Pyrrolurie in diesem frühen Lebensalter fast zwangsläufig. Der ständige Genuß von phospathaltiger Cola, Limonaden und anderen Erfrischungsgetränken führt ja dazu, daß Phospat Zink verdrängt. Mit Zinkmangel können die B-Vitamine, erst recht das Vitamin B6, nicht in die Zellen gelangen und hier ihre Wirkung entfalten. Eine Ernährungsweise mit Cola, Pommes Frites und Pizza bei Kindern und Jugendlichen führt dazu, daß Pyrroliker heute zuerst psychisch auffällig werden, geistige und körperliche Leistungen nicht bringen können. Sie entwickeln Allergien und viele andere Folgekrankheiten die einen chronischen B6- und Zinkmangel sichtbar werden lassen.
Im Kleinkindesalter treten häufig Neurodermitis, Kuhmilchallergien und Infektionen der Nasen- und Nasennebenhöhlen auf, die dann durch den Hals-Nasen-Ohrenarzt operiert werden. Im Vorschulalter sind die Kinder meist altklug und haben andererseits doch Schwierigkeiten beim Lesen und mit der Rechtschreibung. Während der Schulzeit treten häufig Konzentrationsschwächen und Kopfschmerzen auf. Die Gedächtnisleitung der Pyrrolikerkinder ist nicht so schnell wie bei anderen Personen. Aufgrund abstrakter Denkschwierigkeiten gibt es chronischen Ärger im Elternhaus, durch den Lehrer oder auch Hänseleien durch Schulkameraden. Dies wirkt sich in einer verminderten Entwicklung des Selbstbewußtseins aus. Für logische Fächer sind sie jedoch überdurchschnittlich intelligent und folglich stinkfaul.
Aufgrund der fehlenden inneren Stärke, insbesondere ab der Pubertät, neigen sie dazu, in Alkohol- und Nikotinabusus abzugleiten, und zeigen auch ein erhöhtes Risiko zum Rauschgiftkonsum. Trinkalkohol kann nur über ausreichende Vitamin B6- und Zinkreserven entgiftet werden. Die schwache Entgiftungsfähigkeit der Pyrroliker, gepaart mit erhöhter Anfälligkeit gegen Allergien und Entzündungen der Schleimhaut, sowie Infektanfälligkeit, verstärken die Minderwertigkeitskomplexe dieser Jugendlichen.
Ein deutliches Zeichen des Serotoninmangels zeigt sich in der Streßempfindlichkeit. Vorrechnen, Vorsingen vor der Klasse oder Prüfungsarbeiten können zu Magen-Darm- und Kreislaufbeschwerden führen. Häufig mitunter soweit, daß trotz vorhandenem kompletten Wissens Blackouts während der Prüfung auftreten.
Warum werden diese Erkenntnisse über die Kryptopyrrolurie bis heute nicht an den Universitäten gelehrt?
Pyrrolurie ist keine Krankheit. Deswegen wird sie in der ärztlichen Ausbildung nicht gelehrt. Sie führt zwar zu tausend Krankheiten, aber unser Gesundheitswesen ist so angelegt, daß die Krankenkassen für Kranke zuständig sind und die Ärzte auf die manifeste Krankheit warten. Die auslösenden Ursachen sind weniger interessant, sie gehören in das Gebiet der Prophylaxe, der Vorbeugung von Krankheiten. Hierfür ist der Einzelne heute selbst verantwortlich, zunehmend auch in den nächsten Jahren. Die Medizin lebt heutzutage von der Krankheit mit allen zugehörigen Berufen, sei es des Pharmazweiges, des Apothekerwesens, Physiotherapie, Medizintechnik und Arzt.
Der Arzt lernt laut Hochschulausbildung Krankheiten, an die sich gefälligst der Patient zu halten hat. Kommt heutzutage ein Patient mit Symptomen, und das sind fast 80%, in ambulante ärztliche Behandlung, die nicht in das Denkgebäude eines Arztes hineinpassen, erst recht, wenn Routineuntersuchungen völlig falsche Befunde ergeben, nähert sich der Pyrrolikerpatient unaufhaltsam der Psychiatrie. Das, was heute nicht erklärbar ist, wird diesem Fachgebiet zugeordnet. Damit sind die Probleme vom Tisch.
Noch ein Grund mehr, das Gesundheitswesen endlich zu reformieren?
Ein Gesundheitswesen, das aufrichtig daran interessiert ist, Kosten zu reduzieren und vor allen Dingen eine stabilere Gesundung auf der Bevölkerungsebene zu erreichen, sollte die Pyrrolurie-Prüfdiagnostik nutzen, um teure Folgekrankheiten zu vermeiden.
Wird KPU in der Fachpresse diskutiert?
Nein.
Werden Medizin-Studenten in Zukunft erfolgreichere Ärzte sein, wenn sie im Internet surfen, anstatt Vorlesungen an der Uni abzusitzen, die dem heutigen Stand der Wissenschaft nicht gerecht werden?
In der Vorkriegszeit war es üblich, daß Studenten häufig die Universitäten wechselten, um an bekannten Hochschulen bekannte Ordinarien in ihrer Lehrmeinung zu hören, die durchaus nicht in Übereinstimmung mit den Lehrmeinungen anderer Fachkollegen stehen mußten. Diese Vielfältigkeit der Meinungsbildung ermöglicht es erst einmal einem heranwachsenden Arzt, zu begreifen, daß heutige Wissenschaft nur eine Annäherung an die Wahrheit ist und nie die absolute Wahrheit, als die sie heute dogmatisch hingestellt wird, wie die Beispiele des Cholesterinstoffwechsels (Butter- und Eierverzehr sowie das Risiko an Herzinfarkt und Schlaganfall) zeigen. Hier stellen die Nutzung aller Möglichkeiten, einschließlich der Nutzung der praktischen Erfahrung langjähriger Hochschullehrer und das Suchen nach neuestem Erkenntnisgewinn die gesunde Synthese dar, sich eigenständig ein Meinungsbild zu machen, um in Richtung zukünftiger Wissenschaft sich neue Welten erschließen zu können. Nur derjenige, der nicht in den Fußspuren alter, dogmatischer Lehrmeinungen hinterher trampelt, kann auch etwas Neues im Leben bewegen.
Ist Ihrer Meinung nach die neue Gesundheitsbörse Internet ein Gewinn für den Patienten? Der interessierte Laie kann sich informieren, um dann den Arzt auf mögliche Zusammenhänge seiner Beschwerden aufmerksam machen zu können.
Sowohl als auch. Der Laie weiß ja nie, ob nicht eine ernsthafte Krankheit im Anmarsch ist, oder diese schon vorliegt. Aus dem Grunde sollte auf alle Fälle eine gründliche Untersuchung, möglicherweise auch mehrmalig erfolgen. Sind chronische Krankheiten und Beschwerden sowie Leistungsminderung vorhanden, sollte ein mündiger Patient sich stets informieren. Außerdem muß er wissen, daß bei unklaren Symptomen drei Ärzte fünf verschiedene Meinungen haben können.
Wenn ich das im Laufe unserer Gespräche richtig verstanden habe, ist die Diagnose Kryptopyrrolurie nicht nur negativ besetzt?
Die Pyrrolurie selbst hat auch Vorteile. Das angeborene Serotonindefizit zwingt das Gehirn zur Entwicklung der logischen Zentren. Pyrrolkinder fallen durch ihre Altersklugheit schon im Vorschulalter auf. Der Intelligenzquotient liegt in der Regel bei 130. Zusätzlich haben sie noch musische Begabungen. Wird rechtzeitig einer Pyrrolurie gegengesteuert, können diese Kinder ihre abstrakten Denkschwächen kompensieren und spielen dann voll ihre Stärke aus. Sie sind in der Lage, große Zusammenhänge sofort aus der Vogelperspektive zu erkennen. Sie sind sehr innovativ und kreativ im weiteren Leben. Sie haben ein ausgesprochenes Wahrheitsbedürfnis und dadurch häufig Reibungsverluste mit Mitmenschen und Vorgesetzten. Das Bedeutsamste, an der Nichtbehandlung der Menschen mit Kryptopyrrolurie ist, daß besonders die intelligente Schicht eines Volkes, die viele zukünftige Leistungsträger stellen könnte, heute zuerst durch den Rost der Gesundheit fällt. Sie können ihre Leistungsstärke nicht entwickeln, da sie statt dessen lebenslang mit Krankheiten beschäftigt sind, und die Kosten hierfür müssen zusätzlich noch durch die Steuergelder der ganzen Gesellschaft bezahlt werden. Das Wichtigste aber ist: Der Kopf einer Gesellschaft wird dekapiert. Pyrroliker lassen sich weder normieren noch reglementieren. Sie benötigen ihre Freiräume und Rückzugsgebiete, da sie stets der Zeit schon voraus sind. Dies ist auch im privaten Bereich zu beachten. Pyrroliker haben Intuition, plötzliches Wissen. Ihre Innovationsfähigkeit und Kreativität führt dazu, daß sie sich zeitlebens Aufgaben vornehmen und zu lösen versuchen, da sie entsprechende Visionen haben. Selbst in ihrem Traumerlebnis haben sie häufig Beispiele für Träume aus der Zukunft, die sich dann in ihrer Realität verwirklichen. An fast 1000 untersuchten Pyrroluriepatienten, die wir stets nach solchen Merkmalen befragen, konnten wir dies bestätigt finden.
Es gibt aber doch sicher auch gesunde Menschen mit diesen positiven Eigenschaften?
Intelligenz, Innovationskraft und Kreativität nur auf Pyrrolurie zu beziehen wäre zu einseitiges Denken. Wir wollen betonen, daß überdurchschnittliche Intelligenz durchaus mit Pyrrolurie kombiniert vorkommt und daß Pyrroliker heutzutage gefährdet sind. Sie können ihre Intelligenz gar nicht zum Tragen bringen, weil sie durch Krankheit und geistige, körperliche Leistungsminderung vom Regen in die Traufe gelangen.
Wie sieht die Behandlung der Kryptopyrrolurie aus?
Ist die Ursache für eine Multiorganerkrankung wirklich die Pyrrolurie allein, kann sie sehr schnell behandelt werden. Es genügt allerdings nicht: Mund auf – und kiloweise Vitamine in sich hineinzuschütten. Der Arzt muß die Klaviatur des Zusammenspiels der Vitamine, der Spurenelemente und der Aminosäuren beherrschen. Gut eingestellte Pyrroliker sind nach einem Vierteljahr in der Lage, ihre biochemischen Defizite selbstständig zu korrigieren. Die Folge ist - der Arzt sieht seine Patienten nie wieder ...
Herr Dr. Kuklinski, abschließend möchte ich Sie fragen: was wollen Sie Ihren Kollegen und auch den Patienten sagen, die sich mit dem Phänomen der KPU beschäftigen und weiterbilden möchten, beziehungsweise, eine Kontrolluntersuchung durchführen lassen wollen?
In Zukunft wird die Finanzierbarkeit des Gesundheitswesens sich auf das absolut Notwendigste konzentrieren. Personen, die gesund bleiben wollen, ihre Leistung unter hohem Leistungsdruck aufrecht erhalten möchten, sollten informiert werden, daß es Möglichkeiten gibt, hier tiefer nach den Ursachen zu forschen. Dies betrifft neben der Pyrrolurieerkennung auch Folgeabweichungen des Vitamin-, Spurenelement-, Aminosäure- und Fettsäurenhaushaltes. Der Patient soll wissen, und der Arzt muß ihm den Hinweis geben, daß derartige Möglichkeiten bestehen. Wenn der Arzt über diese Problematik nicht Bescheid weiß, kann der Patient die entsprechenden Leistungen fordern und die Selbstbezahlung anbieten. Ein Patient kann heute direkt ein medizinisches Labor aufsuchen und derartige Untersuchungen verlangen. Erst recht, wenn Ärzte unter dem Hinweis auf ihr Budget Laboruntersuchungen verweigern. Der Patient sollte nicht nur die herkömmliche Routinediagnostik, mit Blutzucker-, Leber-, Nieren- und Blutbildwerten durchführen lassen, die deutschlandweit üblich ist, sondern sich ebenfalls Spurenelemente, Vitamine, Aminosäuren und Fettsäuren untersuchen lassen. Die Defizite sollten ausgeglichen werden. In der zweiten Etappe, hier allerdings muß er die Kosten selbst tragen, müßte untersucht werden, wie hoch sekundär toxische Substanzen im Blut angestiegen sind, die Krankheitsprozesse selbstständig unterhalten können. Eine gute Diagnostik auf diesem Gebiet muß veranschlagt werden mit 50.- bis 1.000.- DM. Alle anderen Störungen, wie Immunstörungen, sichtbare Organerkrankung, Leber- und Nierenerkrankung sind eigentlich Folgeschäden, die sich nach jahrelanger Fehlstellung von Weichen in der körperlichen Biochemie entwickeln konnten. Das Mißtrauen gegenüber medizinischen Fortschritten bei chronischen Krankheiten sollte sich jeder Mensch nicht nehmen lassen und kritisch jede Entwicklung verfolgen.
Herr Dr. Kuklinski, ich danke Ihnen für dieses Gespräch.
Teil 1 des Interviews mit Dr. Kuklinski: Der Schrecken aller Arztpraxen
Weizenegger, Hannelore:
Nicht den Fußspuren alter Lehrmeinungen hinterhertrampeln. Über den Pyrroliker, das unerkannte Wesen – und von der Diagnose eines Mangels.
(Interview, Teil 2). In: Signal 2, 2001, 30-32.
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