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Kurzinformationen zum Stand der Forschung
Geschichte:
Erste Dokumentationen, dass bei bestimmten Patienten Pyrrole im Urin
vorkommen, sind aus dem Jahre 1894 bekannt. Beachtenswerte Studien
liegen allerdings erst seit den sechziger Jahren aus den USA und Kanada
vor – immer als Ursachenforschung bei Schizophrenien, Autismus,
Epilepsie, psychischen Störungen und Hyperaktivität bei
Kindern. Dokumentiert wurde Besserung und Heilung durch Gaben von
Vitamin B6, Zink, Mangan, Kupfer und Vitamin C (um nur einige zu
nennen).
Erst in den letzten zwei
Jahren haben einige Ärzte und Wissenschaftler weitere interessante
Arbeiten zur Kryptopyrrolurie veröffentlicht. Vermutlich gaben die
im letzten Jahrzehnt gehäuft vorkommenden Krankheitsbilder ADS und
ADHS sowie psychische Störungen und Multiorganerkrankungen
Erwachsener, deren Ursachen nicht geklärt werden konnten, neuen
Auftrieb zu entsprechenden Studien.
Kryptopyrrolurie
ist keine Krankheit. Dieser so genannte „harmlose“
Stoffwechselnebenweg, dessen Name heute immer noch an den versteckten
und im Urin ausgeschiedenen Pyrrolen festgemacht wird, erzählt uns
nichts von der Tragik, die das Fehlen der zwei wichtigen Bausteine B6
und Zink in der Zelle, bewirken kann. Der Mensch wird krank – und
kaum jemand findet den Grund.
Die
Ursache für das Zustandekommen dieser Mängel ist immer noch
weitgehend unbekannt. Bis vor kurzem gingen Ärzte, die sich mit
der Kryptopyrrolurie beschäftigten, davon aus, dass diese Defizite
von Geburt an bestehen. Neueste Forschungen hingegen belegen, dass die
Mangelerscheinungen auch im Laufe eines Lebens durch gewisse
Umstände erworben werden können (siehe hierzu die Aufsätze von Doz. Dr. sc. med. Kuklinski).
Angeborene Kryptopyrrolurie:
In diesen Fällen kann der Mangel von Vitamin B6 und Zink unter
ungünstigen Bedingungen bereits bei Kindern im Vorschulalter zu
Verhaltensstörungen wie Aufmerksamkeitsdefizite,
Hyperaktivität, psychische Störungen führen und/oder es
kann sich unter Umständen eine Suchtgefährdung bei
Jugendlichen entwickeln.
- 2005 erschien von Dr. J. Kamsteeg das Buch
HPU und dann ...?
das sich an Betroffene und an interessierte Laien richtet.
- Professor Dr. med. Armin E. Heufelder, München, arbeitet zur Zeit an einem
Ratgeber bei Kryptopyrrolurie.
- Dr. Eleonore Procházka, Hörnum/Sylt, arbeitet an dem Buch
Warum essen Delphine keinen Käse?
Hintergründe für maskierte Allergien – Medizinische
Ökologie – Qualität unserer Nahrung –
Rotationsernährung
Erworbene Kryptopyrrolurie:
Durch eine instabile Halswirbelsäule (HWS-Syndrom) und den daraus
entstehenden Begleiterscheinungen kann ebenfalls ein chronischer Mangel
an Vitamin B6 und Zink in der Zelle entstehen. Zu diesen neuen
Erkenntnissen sind zwei neue Bücher erschienen:
- Dr. Bodo Kuklinski:
Das HWS-Trauma.
Ursachen,
Diagnose und Therapie, Aurum im Kamphausen Verlag, 1. Aufl., Okt. 2006,
285 Seiten, ISBN-10: 389901068X, ISBN-13: 978-3899010688. - Dieses Buch bietet viele wissenschaftlich fundierte Fachinformationen für interessierte Ärzte und Therapeuten.
- Dr. Bodo Kuklinski/ Dr. Anja Schemionek:
Schwachstelle Genick.
Ursachen,
Auswirkungen und erfolgreiche Therapie, Aurum im Kamphausen Verlag, 1.
Aufl., Nov. 2006, 111 Seiten, ISBN-10: 3899010752, ISBN-13:
978-3899010756. - Mit diesem Buch wenden sich die Autoren an Betroffene und interessierte Laien.
- Ich
selbst arbeite an einem Manuskript zu einem Buch, das sich ebenfalls an
Laien wendet und in dem Betroffene zu Wort kommen. Hier wird, unter
anderem anhand einer nicht alltäglichen Lebensgeschichte, in der
es um die Suche nach Normalität geht, die Verbindung von
angeborener und erworbener Pyrrolurie aufgezeigt. Ein bis dahin
unverständlicher Lebenslauf wird so plötzlich fassbar.
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