Was es bedeutet, sich für den Arztberuf zu entscheiden

Wer erinnert sich nicht an die Zeiten, wo es im Fernsehen die Halbgötter in Weiß, die von jeder Kranschwester und jeder Patientin angeschmachtet wurden. Bekanntester Fernseharzt ist höchstwahrscheinlich bis heute Dr. Brinkmann aus der Schwarzwaldklinik. Aber natürlich kann man noch einige andere Beispiele finden. Zumindest in dieser Zeit war die Welt der Ärzte noch in Ordnung. Nun sieht der Alltag eines Arztes bei seiner Arbeit sicherlich ganz anders aus, was auch mittlerweile in Filmen und im Fernsehen realistischer dargestellt wird. Heute kann man von einer Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine sprechen und das Leben und der Tod sind wahrscheinlich noch mehr gefordert als vorher. Die Rede ist häufig von langen Diensten in den Kliniken, die zeitraubende und nervtötende Bürokratie in den Arztpraxen sowie den leider weiter schreitenden Fachkräftemangel.

Und trotzdem übt der Arztberuf bis heute eine große Anziehungskraft aus. Für viele ist es eben immer noch eine Leidenschaft. Wen sie packt, für den wird es nichts Schöneres geben. Der Weg dahin, dass man sich als Arzt bezeichnen kann, ist ein schwieriger. Es ist ein begehrter Beruf und wer das Glück hat, einen der begehrten Studienplätze zu ergattern, der wird den anstrengenden Weg auch zu ende, durch das lernintensive Studium gehen. Denn immerhin soll mit ca. acht Prozent die Abbruchquote unter den Medizinern eher gering ausfallen. Der Job als Arzt ist anscheinend nicht nur ein Beruf, sondern eine richtige Berufung. Wer dann die Zulassung in den Händen halten kann, der wird bestimmt einen der abwechslungsreichsten und sinnvollsten Berufe überhaupt haben.

Work-Life-Balance im Auge behalten

Die Ansprüche an Medizinstudenten sind bereits vor dem Studium sehr hoch, denn der Numerus Clausus (NC) geht ausgesprochen selten über die 1,1 hinaus. Da bedeutet leider das schnelle Ende des Traums schon für viele Schüler. Wer davon träumt, Medizin zu studieren, der sollte schon recht früh damit beginnen zu planen und darauf hinzuarbeiten. Das Medizin-Studium an einer deutschen Hochschule selbst gliedert sich normalerweise in zwei Jahre Grundausbildung (Vorklinik), drei Jahre Hauptstudium (Klinik) und ein praktisches Jahr (PJ). Die Zeit verbringen die Studenten ausschließlich in einem Krankenhaus. Danach geht es arbeitsintensiv und aufreibend weiter. In der Zeit als praktizierender Arzt oder dann, wenn man noch einen Doktortitel erlangen möchte. Damit man alles schafft und dabei noch ausgeglichen und voller Tatendrang bleiben kann, sollte man sich sehr um eine gute Work-Life-Balance bemühen. Gerade in diesem Beruf ist es wichtig, die gesunde Mitte und eine gute Trennung zwischen Beruf und Privatleben zu finden.

Der Alltag als Arzt

Der Alltag als Arzt kann ein Wechselbad der Gefühle werden, unberechenbar sein, aus lauter Überstunden und Schichten bestehen und nicht immer wird die Arbeit von den Menschen auch wertgeschätzt. Man muss gerade als junger Arzt damit umgehen lernen, wenn man offene Wunden und leidende Patienten sieht und schlimme Schicksale erlebt. Auch die weichen Knie im OP-Saal sind sicherlich am Anfang keine Seltenheit, gerade bei den angehenden Ärzten. Unter der Quelle www.operation.de/news/ kann man zum Beispiel viel Weiterführendes zum Thema Alltag eines Arztes nachlesen.

Zusammengefasst kann man sagen, dass man als guter Mediziner ab und zu ein dickes Fell benötigt, denn leider gibt es nicht für jeden Patienten ein Happy End. Es gibt kaum einen Mediziner, der vor dem Verlust eines Patienten verschont bleibt (unverschuldet oder wegen einer Fehlentscheidung). Wer so einer Verantwortung nicht gewachsen ist und den physischen und psychischen Anforderungen nicht standhalten kann, der sollte den Job nicht wählen.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*